Veganes Hanfprotein

Hanfprotein ist vegan und enthält ein optimales Aminosäureprofil sowie Fettsäuremuster. Außerdem beinhaltet das vegane Protein einen sehr hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt, was es zu einem hervorragenden Nahrungsergänzungsmittel macht. Ob in Pulverform im Müsli oder in Form von Hanfsamen zum Knabbern – das Superfood lässt sich vielseitig einsetzen.

Was sind Proteine?

Proteine (Eiweiße) sind die Bausteine des Lebens und somit für zahlreiche Prozesse in unserem Körper verantwortlich. Genauer genommen sind sie der Stoff, aus dem nicht nur Körperzellen, sondern auch Enzyme und Hormone gemacht sind. Chemische betrachtet bestehen Nahrungsproteine aus langen Ketten, den sogenannten Aminosäuren. Einige dieser Aminosäuren kann der Körper nicht selbst bilden (essenzielle Aminosäuren). Somit müssen diese lebenswichtigen Aminosäuren mit dem Protein aus der Nahrung aufgenommen werden.

Hanfprotein enthält wichtige essenzielle Aminosäuren

Das Hanfprotein enthält ein vollständiges Aminosäureprofil und besteht ungefähr zu 65 Prozent aus Globulin Edestin sowie ungefähr zu 35 Prozent aus Albumin. Beide Proteine übernehmen im Körper wichtige Schlüsselfunktionen und sind unter anderem daran beteiligt, Antikörper zu bilden. Als sogenannte Transportproteine sorgen sie außerdem dafür, verschiedene Stoffe, wie zum Beispiel Vitamine, zu binden und an die richtigen Stellen im Organismus zu transportieren.

Zusätzlich finden sich im Hanfprotein auch verzweigtkettige Aminosäuren (Branched-Chain Amino Acids – kurz BCAA), die aus den proteinogenen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin bestehen. Diese sind besonders wichtig für den Muskelaufbau und die Muskelgeneration. Zudem enthält das Hanfprotein auch die Aminosäure L-Arginin, der unter anderem ein potenzsteigernder Effekt nachgesagt wird.

Hanfprotein und seine gesundheitlichen Vorteile

Das Hanfprotein enthält keine Oligosacchariden (Kohlenhydrate), sodass es besonders gut verdaulich ist. Beispielsweise können Oligosacchariden im Sojaprotein eine blähende oder durchfallauslösende Wirkung haben. Hanfprotein ist hingegen reich an Ballaststoffen, die eine gesunde Verdauung unterstützen und einer Übersäuerung im Darm vorbeugen.

Darüber hinaus kann das vegane Protein den Körper mit essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren versorgen. Diese sind in einem optimalen Verhältnis von 1:3 im Hanfprotein zu finden. Viele andere Proteinprodukte oder Nahrungsmittel weisen hingegen ein Verhältnis von 1:50 auf, das als äußerst ungünstig gilt, da es chronische Entzündungsprozesse fördern kann.

Dank des hervorragenden Fettsäuremusters kann Hanfprotein auch eine cholesterinsenkende Wirkung haben. Forscher der Konkuk University in Korea führten im Rahmen ihrer Studie aus dem Jahr 2011 aus, dass Hanfsamen womöglich unterstützend bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden können.

Und zu guter Letzt enthält das Hanfprotein auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Zink und Eisen. Ein Mangel an diesen Stoffen kommt in der heutigen Gesellschaft sehr häufig vor und kann sich unter anderem durch Blutarmut, Haarausfall und entzündliche Prozesse zeigen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Hanfprotein ein gut verdauliches, leicht verwertbares und veganes Protein ist, das den Körper mit allen wichtigen Aminosäuren und Mikronährstoffen versorgen kann.

Quelle:

Department of Biological Sciences, Konkuk University, Seoul, 143-701, Korea, Lee MJ1 et al., 2011, „The effects of hempseed meal intake and linoleic acid on Drosophila models of neurodegenerative diseases and hypercholesterolemia