Der Anbau von Cannabis hört, wie du sicherlich weißt, mit der Ernte nicht auf. Jetzt fängt der spannende und entscheidende Teil deiner Hanf Produktion an: das Hanf Trocknen und die Fermentierung. Das richtige Hanf Trocknen und das anschließende Aushärten der Blütenmasse ist ausschlaggebend für die Qualität deines Endproduktes. Die Aushärtungsphase wird auch Fermentierung genannt. Dieser Prozess ist enorm wichtig, um unter anderem Schimmelbildung zu vermeiden und Geschmack und Wirkung zu verbessern.

Jeder Grower weiß, dass die Ernte und die Beschneidung seiner Pflanzen nur die Hälfte seiner Arbeit ausmacht. Das Hanf Trocknen ist ein entscheidender Prozess, um eine gute Qualität zu produzieren.

Produzenten, die einen schnellen Gewinn machen wollen, sparen in der Regel an der Trocknungszeit. Die Blüten erscheinen dann zwar von außen trocken, sind aber innen noch feucht und sind schlecht zu konsumieren.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Hanfblüten schonend und richtig trocknest, damit du ein gutes Ergebnis erzielst.

Disclaimer: 

Dieser Artikel stellt keine Aufforderung zu illegalen Handlung dar und dient lediglich zu Informationszwecken. Bitte beachte die Gesetze deines Landes.

 

Warum ist Hanf richtig zu trocknen so wichtig? ??

Aber warum wird so viel Wert auf Trocknung und Aushärtung gelegt? Weil der richtige Trockengrad und eine optimale Fermentierung (Aushärtung) die Textur der Cannabisblüten, den Geschmack und die Wirkung bestimmen.

Bei dem Trocknungsprozedere wird die Feuchtigkeit innerhalb der Blütenmasse entfernt, jedoch nur bis zu einem gewissen Prozentsatz Restfeuchtigkeit. Hanf richtig zu trocknen bedeutet, genau abzuschätzen, wann der richtige Grad an Feuchtigkeit erreicht ist. 

Wird der Prozentsatz unterschritten und die Blüten werden zu trocken, beeinflusst dies den Geschmack. Beim Rauchen wirst du feststellen, dass zu trockenes Cannabis im Hals unangenehm kratzt und Husten provoziert. Darüber hinaus zerfällt die Blütenknospe zu Pulver. Spätestens das ist ein Zeichen dafür, dass dein Hanf nicht richtig getrocknet wurde. Eine korrekt getrocknete Blüte hingegen schwillt ein wenig an und erreicht eine lockere Textur.

 

Hanf richtig trocknen ist kein Zauberwerk ??

Nach dem Trimmen der Blüten kannst du dich entscheiden, entweder den ganzen Blütenstengel kopfüber aufzuhängen oder nur die Blüten zu trocknen. Das geht beispielsweise hervorragend auf einem Trocknungsgitter. Achte darauf, dass die Pflanzen sich NICHT gegenseitig berühren. Wichtig ist, dass du regelmäßig die Raumtemperatur und die Raumfeuchtigkeit überprüfst. 

Die ideale Temperatur um Hanf richtig zu trocknen, liegt anfänglich bei 20 C, die Raumfeuchtigkeit bei 60%. Anfänglich bedeutet im Falle des Trocknungsvorgang die ersten drei Tage. Anschließend reguliere die Raumtemperatur auf 17-18 Grad runter. Dies führt dazu, dass überflüssiges Wasser in den ersten Tagen schnell verdampft.

Manche Grower vertreten die Meinung, dass eine Raumfeuchtigkeit von 45-55% ausreichend sei. Ist die Raumtemperatur deutlich zu hoch, verlieren die Pflanzen die Aromen, da sich die Terpene verflüchtigen. Das Hasch verliert seinen schönen Duft. Ist die Feuchtigkeit zu hoch, droht dazu noch Schimmelbildung und ein Verfaulen der Blüten. Ist die Feuchtigkeit jedoch zu niedrig, ist der Trocknungsprozess zu schnell. Um Hanf richtig zu trocknen, ist es somit wichtig, die richtige Balance zwischen Feuchtigkeit und Temperatur zu finden.

Damit die Buds gleichbleibend trocknen können, ist eine gute Luftzirkulation enorm wichtig. Die Luft darf sich nicht stauen und muss sich frei um die Blüten bewegen können. Ein gutes Hilfsmittel ist ein im Trockenraum aufgestellter Ventilator.

Wenn du ein Trocknungsgitter verwendest, vergiss nicht, die Buds regelmäßig zu wenden. So werden die Buds auf der Liegeseite nicht abgeflacht und behalten ihre schöne konische Form.

Das beste Ergebnis erzielst du jedoch, wenn du deine getrimmten Blüten aufhängst. 

Der Raum sollte nicht nur mit einer guten Luftzirkulation versehen sein, sondern auch dunkel sein. Licht führt zu einer unerwünschten Oxidation der Trichomen, was zu Folge hat, dass das THC zerfällt.

Um alle Bedingungen zu erfüllen und zu kontrollieren, solltest du dir ein Thermo-Hygrometer, einen Ventilator und gegebenenfalls einen Luftentfeuchter anschaffen.

Wenn du Indoor Grower bist, kannst du deine Räume in einen Trocknungsraum verwandeln. Nutze entweder einen Raum, oder je nach Menge einen Schrank oder deinen Dachboden. Spanne zum Aufhängen eine Wäscheleine und prüfe regelmäßig Belüftung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Hast du deine Pflanzen im Freien gezogen, fehlt es dir unter Umständen an geeigneten Räumen. Hier hilft eine wenig Einfallsreichtum. Bau dir einen Schrank entsprechend um oder trockne deine Pflanzen in einer Garage. Bei Verwendung eines Schranks haben sich Computer-Lüfter für eine ausreichende Belüftung bewährt. Dann ist es jedoch immens wichtig, dass du deine Buds regelmäßig und mehrmals täglich wendest. 

Verhindere auf jeden Fall, dass Sonnenlicht auf die Blüten fällt. Dies zerstört THC.

Hast du keine Möglichkeit, einen Dachboden oder einen Schrank als Trocknungsraum umzubauen, kannst du dir eine Growbox zulegen. Sie sind bereits mit Abluftventilatoren versehen und du hast eine gute Kontrolle über die Luftfeuchtigkeit. In Growboxen sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 55% liegen und die Temperatur zwischen 15 und 22 Grad. Vermeide große Temperaturschwankungen und Schwankungen der Luftfeuchtigkeit.

 

Hanf in einem Karton trocknen ?

Hast du weder einen geeigneten Dachboden, eine Garage, einen Schrank oder eine Growbox, kannst du ganz einfach deinen Hanf in einem Karton trocknen. Ein bisschen Einfallsreichtum ist dann jedoch gefragt. Du kannst z.B. in einer Spedition nach einem Umzugskarton für Kleider fragen, die sind recht hoch und bieten ausreichend Platz, deine Stengel mit den Cannabis-Blüten aufzuhängen. Baue auch dort am besten einen PC Lüfter ein, um eine gute Zirkulation zu gewährleisten.

 

Wie lange dauert das Hanf Trocknen? ⏱

Wie lange die Trocknungsphase dauert, ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Zum einen beeinflusst natürlich die Größe der einzelnen Buds die Dauer. Auch spielt es eine Rolle, ob und wie weit du die einzelnen Äste bereits vorher getrimmt hast. Wenn du große einzelne Stengel aufhängst, brauchen diese natürlich eine längere Zeit als einzelne Buds auf einem Trocknungsgitter. Auch nehmen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Luftzirkulation direkten Einfluss auf die Dauer der Trocknung.

Aus Erfahrung können wir sagen, dass die Dauer zwischen 7 und 12 Tagen liegt. Während dieser Zeit verlieren deine Blüten immens an Wasser und reduzieren somit ihr Gewicht und ihre Größe.

 

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Wann ist der Hanf trocken?

Wenn alle Bedingungen optimal sind, brauchst du nach der Ernte circa 7 bis 12 Tage für das Trocknen.

Sind die Blüten zu dicht aneinander liegend, brauchen sie etwas länger Zeit. Es sind auch Sorten auf dem Markt, die von Haus aus eine längere Trocknungsphase benötigen, da sie mehr Wachse enthalten.

Der anschließende Test zeigt dir, ob dein Hanf trocken ist: Wenn die Stiele mit einem leichten Knacken brechen, haben sie den richtigen Trocknungsgrad erreicht. Wenn du sie biegen kannst, dann ist in den Stielen noch zu viel Feuchtigkeit. In diesem Fall musst du noch ein paar Tage warten.

Verzichte darauf den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Gerade ungeduldige Grower kommen auf die absurdesten Ideen. Weder eine Mikrowelle noch ein Heizlüfter sind die richtigen Mittel, um diese Zeit des Wartens zu verringern. Die Qualität würde enorm leiden, da nicht nur Wasser aus der Pflanze verdunstet, sondern auch das Chlorophyll sich zu schnell verflüchtigt. Das Chlorophyll braucht jedoch länger um aus der Pflanze abgebaut zu werden. Chlorophyll enthält zudem Magnesium, welches beim Rauchen scharf und bitter ist. 

 

Mit Water Curing kannst du Hanf schnell trocknen 

Aus den USA kommt eine neue Art des Trocknens, das Water Curing.

Mit dieser ungewöhnlichen Methode kannst du deinen Ertrag bereits 10 Tage nach der Ernte genießen, ohne beim Rauchen ein übles Kratzen zu spüren. Für dich bedeutet das, dass du mit dieser etwas ungewöhnlichen Methode dein Hanf schnell trocknen kannst.

Beim Water Curing werden die Blüten direkt nach der Ernte beschnitten und von den Ästen entfernt. Auch alle kleinen Blätter müssen vollständig entfernt sein. Dies nennt man Wet-Trim. 

Jetzt packst du deine Blüten lose in ein Einmachglas oder in einen ähnlichen Behälter. Achte darauf, dass du das Einmachglas nicht zu voll packst. Danach stellst du das Behältnis an einen dunklen Ort. Die nächsten Tage wechselst du in einem gleichmäßigen Rhythmus das Wasser gegen frisches Leitungswasser. Dies machst du für circa 5-8 Tage. Zu Beginn ist das Wasser stärker verfärbt, je öfters du das Wasser wechselst, desto klarer wird es. 

Nach spätestens 8 Tagen nimmst du die Blüten raus und hängst sie zum Abtropfen auf. Du kannst sie auch auf ein Sieb oder ein Netz auslegen. Da die Buds nahezu blätterfrei sind, wird dein Hanf sehr schnell trocknen. Hanf trocknen

Der große Vorteil ist der schnelle Prozess. Durch das Wasser verlieren deine Blüten kein THC. THC ist nämlich nicht wasserlöslich. Jedoch das unerwünschte Chlorophyll und Dünge-Reste werden ins Wasser ausgeschwemmt.

Dieser Vorgang ist nichts für die Grower, die ein gutes Aroma zu schätzen wissen. Mit dem Wasser verliert die Pflanze auch Terpenoide, die für ein gutes Aroma und einen guten Geschmack verantwortlich sind.

Mit dieser Methode kannst du testen, wie potent deine Pflanzen sind. Die Potenz der Blüten ist beim Water Curing etwas höher, da sie mehr an Gewicht verliert.

Für ein hochwertiges Gras ist diese Methode nicht empfehlenswert.

 

Wie du mit einem Dörrgerät deinen Hanf trocknen kannst

Wenn du ein Dörrgerät benutzt, um deinen Hanf zu trocknen, kannst du in kurzer Zeit viel Wasser entziehen. Das Verfahren mit einem Dörrgerät Hanf zu trocknen, ist durch seine niedrigen Temperaturen sehr schonend. Jedoch kann man die meisten Grower von dieser Art der Trocknung nicht überzeugen, da das Verfahren qualitätsmindernd in Hinsicht auf Geschmack und Aroma ist.

 Für die Ungeduldigen jedoch, die sich bereits frühzeitig ein Rauchvergnügen gönnen wollen, ist es eine Alternative, den Hanf mit einem Dörrgerät zu trocknen. Wir möchten diese Trocknungsart nur bedingt empfehlen, da du dir die Vorfreude des ersten Zuges deines selbst hergestellten, selbst getrockneten und ausgehärteten Marihuanas nimmst. Vorfreude ist halt immer noch die schönste Freude.

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Jetzt beginnt der Fermentierungsprozess

Nach dem Trocknen kannst du den Reifeprozess einleiten. Wie guter Käse oder auch Wein, benötigen deine Blüten Zeit um Nachzureifen und ein optimales Geschmackserlebnis zu erreichen.

Wenn du es vermeiden möchtest, dass es beim Rauchen im Hals kratzt, müssen die Blüten fermentieren. So erreichst du maximalen Geschmack und Wirkung.

Nachdem du deine Buds, beispielsweise in einer Garage oder auf dem Dachboden kopfüber aufgehangen hast, gibst du sie nun locker in Einmachgläser. Du kannst auch luftdichte Plastikboxen verwenden. Achte darauf, dass die Blüten dort locker drin liegen und du die Behälter an einem dunklen Platz bei circa 15 bis 22 Grad lagerst. Zweimal täglich öffnest du die Gläser und sorgst dafür, dass sich einige Minuten lang die Luft austauschen kann. Du kannst die Buds auch vorsichtig in den Gläsern wenden.

Durch diesen Fermentierungsprozess baut sich das restliche Chlorophyll ab und das Cannabis verliert seine grüne Farbe. Zusätzlich werden in dieser Phase der Fermentierung die Cannabinoid-Säuren in wertvolle Cannabinoide umgewandelt.

Das Öffnen, Drehen, Wenden und Lüften der Gläser ist wichtig, um die Bildung von Pilzen und Schimmel zu vermeiden.

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Was du bei der Lagerung beachten sollst!

  • Die Behälter sollten dunkel und kühl gelagert werden
  • Die Behälter dürfen nicht in der Nähe einer Wärmequelle stehen. Dies trocknet das Gras schneller als gewünscht aus und reduziert Potenz und Qualität.
  • Bewege die Behälter nur zum Öffnen und Lüften. Für eine gute Fermentierung ist es wichtig, dass die Buds ruhig gelagert werden. Zu viel Bewegung und Licht zerstört die Trichomen.

Die Zeit der Aushärtung und Fermentierung ist eine spannende Zeit. Schnupper täglich an deinem Gras. Wenn es den typischen Marihuana Geruch entwickelt, ist der Fermentierungsprozess abgeschlossen. Je nach Sorte dauert der Aushärtungsprozess zwischen circa zwei Wochen.

Hier gilt aber: Je länger, desto besser. Einige Grower lassen ihr Cannabis einen Monat und länger aushärten. Den besten Geschmack und das beste Aroma erzielst du, wenn du deine Buds 4-8 Wochen fermentieren lässt.

 

Ein paar wichtiger Grower-Tipps

Bei der Trocknung verlieren die Buds mit der Zeit die kleinen Härchen. Diese kannst du später beispielsweise zum Teekochen verwenden. Lege darum immer eine Zeitung oder Backpapier unter die kopfüber aufgehängten Blüten.

Wenn du festgestellt hast, dass die fertig getrockneten Blüten zu trocken geworden sind, lege ein paar Orangenschalen in das Einmachglas. Durch die Schalen nehmen die Blüten Feuchtigkeit auf und nehmen das fruchtige Aroma an.

Nach der Trocknung und Aushärtung kannst du deine Buds in den gleichen Behältern aufbewahren, in denen sie auch fermentiert wurden. Die Behälter müssen gut verschlossen sein, damit sie nicht weiter austrocknen. Hast du eine große Ernte, ergibt es Sinn, die Cannabis-Blüten zu vakuumieren.

Hanf trocknen geht nicht ohne Geruch

Spätestens wenn deine Nachbarn dich ein wenig sonderlich anschauen, solltest du dir Gedanken darüber machen, dass beim Hanf trocknen ein intensiver Geruch entsteht. Empfindliche Nasen können diesen Geruch als störend empfinden.

Der intensive, leicht süßliche Geruch entsteht jedoch nicht erst beim Hanf trocknen. Er entsteht schon während der Vorblüte durch die Bildung der Terpene und wird mit zunehmender Blütenbildung stärker. Terpene sind flüchtige Geruchsmoleküle, die durch Sonneneinstrahlung oder Wärme besonders stark duften. Das erklärt auch, warum die Hanfpflanze bei Tageslicht oder bei eingeschalteter Pflanzen-Lampe und während des Trocknens einen stärkeren Geruch ausströmt.

Es empfiehlt sich daher, für die Belüftung und Entlüftung ein Filtersystem zu verwenden, damit du vor der Neugierde unliebsamer Nachbarn geschützt bist. In Growboxen sind bereits Filtersysteme eingebaut. Wenn du keine Growbox benutzt, verwende Aktivkohlefilter. Diese werden vor die Abluft-Ventilatoren gesetzt und funktionieren ähnlich wie bei Gasmasken. Die angesaugte Luft wird von Gerüchen gereinigt, bevor sie die den Trocknungsraum verlässt.